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> Diskussionen - Neuer Name der Schule, Übertrag der Beiträge aus Gästebuch
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 10:11 Uhr
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 10:16 Uhr
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Übertrag Gästebuch 22.07.04 13:13 von: PGL

Hallo leibe Ergoldsbacher.
Was sagt ihr dazu, das der Elternbeirat eurer Schule, sich der Umbenennung entgegenstemmt, die es ermöglicht, ein "Wahren Helden" aus euren Reihen zu ehren und unvergesslich zu machen.

Die Rede ist von Max Maurer, wie ihr ja wisst.

LG, PGL
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 10:25 Uhr
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Übertrag Gästebuch 22.07.04 14:09 von: Heinz-Otto Mueller

Hmmm ... jetzt wollte ich nach der TV-Doku von gestern soeben zu Max Maurer gratulieren. Und dann lese ich in einem Eintrag von heute, dass sich der Elternbeirat "dagegen stemmt". Vermutlich gegen eine Benennung der Schule. Wer hat schon in einem (damals) kleinen Ort Bürger, auf die man zu Recht so stolz sein könnte? Schade.

Kommentar 23.07.2004

Sie haben vollkommen Rcht! Ich als waschechter Ergoldsbacher schäme mich für das Verhalten des Elternbeirats der Grundschule, da Max Maurer ein Ergoldsbacher Held war. Er sollte daher als solcher auch in gewisser Weiße geehrt werden.
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 10:35 Uhr
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Übertrag Gästebuch 22.07.04 16:03 von: rumako
Liebe Ergoldsbacher,

freut mich ja, dass meiner nicht der erste Eintrag zu Max Maurer ist, und ich hoffe, dass noch viele folgen... Wer zu später Stunde fernsieht, erfährt so manches, z.B. über die Existenz eines bisher unbekannten niederbayrischen Dorfes und dreier seiner Einwohner (Herr und Frau Maurer, Frau Gnadl), die nach den Worten des Holocaust-Überlebenden Weiner "13 mal die Welt gerettet" haben und dafür wahrlich ein dauerhaftes Andenken verdienen. Absolut unverständlich, was der Elternbeirat einer Schule auch noch "vehement" (!!!)dagegen haben kann, dass der letzte große Wunsch des Herrn Weiner erfüllt wird, dieses Andenken im Namen der Schule zu verwirklichen. Und unverständlich, dass Sie, die übrigen Einwohner von Ergoldsbach, sich das gefallen lassen. Was geht in Ihnen allen vor, wenn Sie an Max Maurer denken, der in Ihrem Ort so etwas unglaublich Mutiges und Menschliches getan hat? Ist es Ihnen unangenehm, sich die ausgemergelten Häftlinge in Gnadls Scheune vorstellen zu müssen, und mögen Sie deshalb an die ganze Geschichte am liebsten gar nicht mehr denken? Warum dürfen Ihre Kinder nicht erfahren, was für ein Mensch in Ihren Reihen gelebt hat, und sein Verhalten zum Vorbild nehmen?

Ich fände es wirklich sehr interessant, eine offizielle Stellungnahme zu dem Thema auf der Homepage von Ergoldsbach zu lesen.

rumako
March im Breisgau

Kommentar vom 23.07.04

weitere Kommentare zu Max Maurer befinden sich im Forum. Aber wohl nicht genug, da sich die Ergoldsbacher dazu in Schweigen hüllen. Ob es ihnen wohl unangenehm ist, plötzlich zu so zweifelhaftem Ruhm zu gelangen?

Liebe Grüße
Roswitha aus Herne

Kommentar vom 23.07.04

Auch ich wundere mich wirklich, dass noch niemand aus dem Dorf, oder der Bürgermeister eine Stellung dazu bezieht. Aber liebe Ergoldsbacher, Euer Schweigen macht das alles noch interessanter und sicherlich werden die Medien das Thema aufgreifen.

Kommentar vom 03.11.2005

ich bin aus ergoldsbach, und ich wohne gerade mal 300m von max maurers Haus weg. ich finde nur blöd dass unsere grundschule dagegen war das sie max maurer schule getauft wird. ich versuche so viel wie möglich über max maurer herauszzufinden aber es ist schwer heutzutage, weil keiner mehr an so einen held denkt.

Philipp
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 10:38 Uhr
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Übertrag Gästebuch 25.07.04 21:36 von: Kahnt

Für den tapferen Polizeibeamten Max Maurer werden keine Gedenkfeiern abgehalten - aber wenigstens hat die ARD jetzt den Dokumentarfilm "Morgen ist ein anderer Tag" über den geretteten Juden John Weiner gedreht.

Weiner wollte zum Gedenken an den mutigen Dorfpolizisten, der ihm das Leben gerettet hat, dass die Ergoldsbacher Grundschule in "Max-Maurer"-Schule umbenannt wird. "Die Kinder würden dann fragen: Wer war das?", erklärt Weiner. Und seine Geschichte erfahren. Das Projekt scheiterte am Widerstand des Elternbeirats. Begründung: das Thema sei den Schülern zu schwer zu vermitteln.

...im Jahr 2004 unverständlich !!!!!
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 10:41 Uhr
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Übertrag Gästebuch 31.07.04 09:56 von: Thomas Hegert

Liebe Ergoldsbacher,

sie können stolz auf den Polizisten Max Maurer sein und hoffentlich werden Sie die unverständliche Entscheidung des Elternbeirates nochmals überdenken und die Schule in Max Maurer Schule umbennen oder diesen mutigen Bürger Ihrer Gemeinde in anderer Form ehren.

MfG

Thomas H.
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 10:52 Uhr
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Übertrag Gästebuch 08.08.04 14:26 von: Andrea Müller

Es ist wirklich sehr bedauerlich, wie Ihre Gemeinde mit ihrer Vergangenheit umgeht! Die ARD macht eine eigene Sendung über ihn, auf Ihrer Website noch nicht einmal ein Hinweis über sein Leben.
Noch bedauerlicher ist es allerdings, dass sich der Elternbeirat Ihrer Schule aus Mitgliedern zusammensetzt, die anscheinend nicht in der Lage sind, Ihren Kindern zu vermitteln, dass Ihre Schule nach einem Mann benannt werden könnte, der in einer schlimmen Kriegszeit sein eigenes Leben aufs Spiel gesetzt hat, um anderen Menschen zu helfen. Darauf wäre mit Sicherheit auch ein 6-jähriges Kind sehr stolz!
Was sind das für Eltern, die Nächstenliebe, Mut, Selbstlosigkeit, Hilfsbereitschaft und Gerechtigkeitssinn für Werte halten, die einem Grundschulkind nicht vermittelt werden können?
Ich habe meinem Sohn (6 Jahre) die Geschichte von Herrn Weiner und Herrn Maurer erzählt (selbstverständlich ohne die grausigen Details) hier sein Kommentar dazu: "Mama, es ist aber schön, dass Einer da war der dann doch geholfen hat. Siehst Du, wenn es ganz schlimm kommt ist immer ein Guter da der hilft!" Mein Kind hat mit Sicherheit keinen seelischen Schaden davongetragen, denn solche Geschichten machen Kinder stark und sicher und lassen Sie Vertrauen in die Menschen fassen...
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 10:59 Uhr
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Übertrag Gästebuch 11.09.04 22:44 von: Monika L.

Sehr geehrte Gemeinde, Vertreter und Elternbeirat von Ergoldsbach,
ein Elternbeirat, der der Meinung ist, man könne "so ein Thema" den Grundschulkindern nicht vermitteln?

Darf ich mal fragen, ob es leichter vermittelbar ist, den Drei- bis Sechsjährigen Geschichten zu erzählen, in denen eine Königin vergiftetes Obst dem Schneewittchen verabreichen will, also kaltblütiger Mordversuch oder ist es schöner zu erklären, daß einem Daumenlutscher der Daumen mit einer riesigen Schere abgeschnitten wird, bildlich klar dargestellt, so daß fast das Blut aus dem Grimms-Märchenbuch tropft?, also Folter- oder Verstümmelungsgeschichten? Vielleicht ist es anschaulicher zu erzählen, daß eine böse Hexe zwei niedliche Geschwister braten will, eine Form von Kanibalismus? Sie lächeln? Haben Sie, der Elternbeirat, diese Geschichten nicht ihren Vorschulkindern erzählt? Oder was anderes: Weihnachten kommt das Christkind mit Geschenken und irgendwann kommt die Ernüchterung, daß es eine elegante Lüge der Eltern war, um aus Christi Geburtstag ein Konsum-Fest der Geschenke zu machen.
Das ist besser für eine Kinderseele, ja?????

Eine Gemeinde wie Ergoldsbach kann stolz, sehr stolz sein, in ihrer Mitte einen Helden, einen lebendigen und wahren Helden gehabt zu haben, der in schweren Zeiten unter eigener Lebensgefahr Zivilcourage bewiesen und Menschenleben gerettet hat. Darüberhinaus hat er bewiesen, daß man auch als Polizist mit Gefangenen menschlich umgehen kann.

Für mein Empfinden ist es eine fadenscheinige Ausrede, die zur Debatte stehende Grundschule nicht umbenennen zu wollen in "Max-Maurer-Schule", <ein schwer zu vermittelndes Thema für die Kinder>.

Wenn Vier- bis Sechsjährige fragen, wie denn das Baby in Mamas Bauch gekommen ist, erklärt man ja wohl auch noch nicht in allen Einzelheiten den Zeugungsakt, oder??? Aber eine kurze, einfache Erklärung genügt und das Kind ist bis zur nächsten Entwicklungsstufe zufrieden mit der erhaltenen Antwort. Wenn Sie aber antworten "dafür bist Du noch zu klein", dann wird das Thema erst recht interessant, weil alles Verbotene doppelt soviel Neugier weckt. Ein Kind ist nie zu klein, sonst wäre die Frage in dem Moment, wo ein Kind sie fragt, nicht entstanden, denn ein Zweijähriges fragt solche Dinge nicht, weil die Entwicklung noch nicht so weit ist.

Kann man so nicht auch erklären, daß Max Maurer ein "guter Mann war, der bedrohten Menschen geholfen und das Leben gerettet hat" – hat doch übrigens St. Martin auch, wie das Lied besagt und gesungen wird schon von Kindergartenkindern mit Vier, er hat seinen Mantel und das Brot geteilt mit denen. die nichts hatten. Ein solcher moderner St. Martin war Max Maurer auch in Gestalt eines Dorfpolizisten. Das soll so schwer sein den Sechsjährigen zu vermitteln? Und dabei ist es nicht einmal eine Lüge wie die Geschichten aus Grimm's Märchen. Sind die Kinder größer und fragen wieder nach Max Maurer, kann man ihnen weitere Einzelheiten erzählen und es wird mit Sicherheit die Kinder mit Stolz erfüllen, so einen Menschen in ihrem Dorf, in ihrer Gemeinde gehabt zu haben und in diesem Dorf selbst geboren zu sein. Alle Kinder suchen nach Vorbildern, ob es Superman, Harry Potter oder Madonna sind. Kinder wollen nacheifern. Warum also nicht einem Menschen, der greifbar nahe war/ist, nacheifern? Dieser Max Maurer hatte etwas, was unsere Zeit längst verloren hat: Zivilcourage! Ist das nicht ein Wert, den man erhalten sollte? Gerade heute! Gerade jetzt! In Zeiten, in denen jeder nur an sich denkt?

Daß dieser Max Maurer ein besonderer Mensch seiner Zeit war, beweist doch schon die Tatsache, daß er durch den Botschafter Israels vor kurzem posthum ausgezeichnet und geehrt wurde als "Gerechter unter den Völkern", eine sehr hohe Auszeichnung der Memorialstätte Yad Washem in Jerusalem/Israel. Eine Ehre, die auch der gesamten Gemeinde Ergoldsbach damit zuteil wurde.

Umso unverständlicher, daß eine kleine Minderheit, die sich Elternbeirat nennt, gegen eine Namensgebung ihrer Grundschule stimmt. Als Außenstehendem kommt einem da der Gedanke, daß andere Gründe vorliegen könnten und man die Position des Elternbeirates ausnutzt und zu verklickern versucht, "wie soll man das Thema den Kindern beibringen"? Mit Mathematikwissen und Englischkenntnissen kommt kein Kind auf die Welt, das wird ihnen ja auch vermittelt – alles zu seiner Zeit – und die beginnt mit der Einschulung. Zivilcourage lernen – kann nie früh genug geübt werden, dann hätte es kein "Erfurt" gegeben, keine Übergriffe an vielen anderen Schulen. Denken Sie daran: auch Ihr Kind kann in Bedrängnis geraten und wenn niemand mit Courage dasteht und hilft, ist Ihr Kind dran!

Eigentlich gibt es nichts einfacheres Kindern jeder Altersstufe zu vermitteln, nämlich die Wahrheit. Hoffentlich müssen sich Ihre jetzt Sechsjährigen nicht eines Tages schämen für die Mitglieder des Elternbeirates, die ihnen eine besondere Ehre vorenthalten haben. Denn die Ehrung betrifft nicht nur Max Maurer, sondern die ganze Gemeinde, und ob da ein paar dagegen sein dürfen, die dann ihren Willen durchsetzen, sollte sich die Mehrheit nicht gefallen lassen. Warum machen Sie nicht eine Abstimmung bei allen Ortsbewohnern und im Internet? Das wäre doch Demokratie und Zivilcourage! Und sich dem Ergebnis beugen – das wäre couragiert. Bedenken Sie bitte, die Welt fängt hinter dem Horizont von Ergoldsbach an und vielleicht gehen Ihre Kinder eines Tages dorthin und werden gefragt nach diesem Max Maurer, wer das war, was er gutes getan hat.
Mein Großvater mütterlicherseits kommt übrigens aus Landshut und meine Mutter fühlt sich immer noch dem Bundesland Bayern sehr verbunden. Auch sie und ihre 3 Geschwister fänden es eine große Ehre, in der Nähe ihrer Geburtsstadt Landshut einen wahren Helden posthum kennen zu dürfen und geehrt zu wissen.

Liebe Gemeindevertreter von Ergoldsbach, überdenken Sie Ihre Entscheidung im Interesse Ihrer Kinder und deren Zukunft mit Rückblick auf die Vergangenheit und umbenennen Sie die Grundschule in "Max-Maurer-Schule".

Der Wächter Israels, der Gott, den Sie am Sonntag in der Kirche besuchen und Sein Abendmahl feiern, wird Sie dafür belohnen, denn bedenken Sie, unser Christlicher Glaube kommt aus dem Judentum, Jesus Christus war Jude, seine Sprache war aramäisch, im jüdischen Glauben liegen unsere Wurzeln, denn die Thora (5 Bücher Moses) und Altes Testament (die diese 5 Bücher Mose auch enthalten) sind EINS. Wir haben etwas, was andere Religionen nicht gemeinsam haben, ein Heiliges Buch, die BIBEL,mit gleichem Inhalt, unsere 5 Bücher Mose sind eine Abschrift der Thora, es folgen weitere Bücher, die mit zusammen 66 Büchern die Hl. Bibel ergeben. Und wer sägt sich schon den Ast ab, auf dem er sitzt? Kein normaler Mensch! Auch steht in der Bibel: "Segne Jerusalem und du wirst gesegnet werden", und Max Maurer hat 13 mal Jerusalem das Leben gerettet, in dem er 13 jüdische Verfolgte gerettet hat, warum also wollen Sie, der Elternbeirat, den Segen, den Sie nur anzunehmen brauchen, niederschlagen, ablehnen, als schwer vermittelbar kennzeichnen?
Die heutigen Juden sind noch mit Blindheit geschlagen – so steht es in der Bibel – weil sie immer noch nicht erkennen, daß Jesus Christus der Messias ist, auf den sie (immer noch) warten, wir aber erwarten ihn wieder (Wiederkunft Christi auf dem Ölberg). Unser gemeinsamer Gott wird Seinem Volk, den Juden, die Blindheit in einem Moment wegnehmen von ihren Augen, dann werden sie erkennen... usw. Sie kennen sicher die Bibel. Aber wollen auch Sie mit einer solchen Blindheit geschlagen sein? Erkennen Sie nicht, daß Ihr Mitbürger, Max Maurer, ohne es zu wissen, ein Gerechter unter den Völkern war? Und damit seinem ganzen Ort zum Segen geworden ist?

Geben Sie sich – und Max Maurer – posthum, die Ehre und ein ewiges Andenken durch Umbenennung der Grundschule in "Max-Maurer-Schule".

Seien Sie dafür gesegnet unter den Völkern.

Kommentar vom 18.11.04:

...ich denke in diesem Beitrag wurde alles gesagt was nur sagen kann... ob das allerding etwas ändert... doch vielleicht fällt auch in Ergoldsbach ein Samenkorn einmal auf fruchtbaren Boden und nicht auf Stein...

Kommentarvom 04.03.05:

Alles gut und schön, aber der Belehrung im zweitletzten Absatz bedarf es nicht. Menschlichtkeit ist ein Grundwert an sich. Es zu sein, muss nicht weiter begründet werden, auch nicht mit Bibelstellen. Man hilft bedrängten Mitmenschen, wenn man es kann, und damit basta!
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 11:03 Uhr
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Übertrag Gästebuch 27.08.04 21:38 von: Michael Bergmann

Warum keine Max-Maurer-Schule?

Beim Lesen des Berichtes in der SZ über die „Seltsame Scheu vor einem Helden“ in Ergoldsbach kamen mir allerlei Fragen in den Sinn:

Was ist daran schwierig, Grundschülern zu erklären, dass Max Maurer ein Mensch war, der unter Lebensgefahr Menschenleben rettete?

Warum sollen Zehnjährige nicht erfahren, welch verbrecherisches Regime in Deutschland herrschte, wie es unter unsäglichen Opfern endlich beseitigt wurde und wie es gelang ein neues demokratisches Gemeinwesen zu schaffen?

Was lernen Grundschüler in Ergoldsbach im Religionsunterricht? Etwa, dass man wegsieht, wenn Mitmenschen in Lebensgefahr sind? Dass man unter allen Umständen der Obrigkeit zu Willen sein muss, gleichgültig wie unmenschlich diese ist?

Wurden die 13 geflüchteten Juden tatsächlich von SS-Leuten wiedergefunden und einem einzelnen Polizisten übergeben? Nach einem Todestransport, den diese SS-Leute begleitet hatten und bei dem von 1560 Gefangenen nur noch 320 am Leben waren?

Kann es sein, dass die Geflohenen von eifrigen und regimegläubigen Einheimischen an die Polizei verraten wurden, als der Elendszug bereits weitergezogen war?

Warum erfährt die Öffentlichkeit in Niederbayern erst heute vom Mut und der Heldentat des Polizisten Maurer?

Warum habe ich, in Landshut - der näheren Heimat Max Maurers aufgewachsen, in der Schule nie etwas von seiner Rettungstat gehört?

Warum soll es so schwierig sein, einem Gerechten unter den Völkern nachträglich ein Minimum an Würdigung zukommen zu lassen?

Warum sind die Menschen in Ergoldsbach und Umgebung nicht stolz, einen wie Max Maurer in ihrer Mitte gehabt zu haben?

Es sind Fragen. Ich gehöre einer Generation an (Jhrg. 1943), die sich Antworten auf ähnliche Fragen, die Zeit zwischen 1933 und 1945 betreffend, mühsam erkämpfen mussten. Auch uns wollte man nicht zumuten, zu erfahren, „was Deutsche angestellt haben“. Wir haben gelernt, mit Verurteilungen und moralischen Wertungen vorsichtiger umzugehen. Wir haben aber auch gelernt, dass es in Deutschland Menschen wie Max Maurer gab und gibt, und dass wir darauf auch stolz sein dürfen!

Ich bitte Herrn Mittermeier und seine Mitstreiter, ihren Standpunkt zu überprüfen.

Mit freundlichen Grüßen
Michael Bergmann
Kraelerstr. 11
81373 München
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 11:06 Uhr
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Übertrag Gästebuch 18.10.04 22:46 von: Armin Gaspard

Ich finde es sehr befremdend, daß die zuständigen Gremien in Ergoldsbach nicht dem Vorschlag gefolgt sind die Schule nach dem mutigen Herrn Max Maurer umzubenennen. Sollten es andere, als die vorgebrachten Begründungen sein ?
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 11:09 Uhr
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Übertrag Gästebuch 30.10.04 02:17 von: Katja

Nur Mut.
Solange etwas bewegt wird, ist Hoffnung auf mehr Vielfalt. Und je mehr wir sind, die sich für ein wichtiges Thema interessieren, desto inhaltsvoller wird es. Je weiter die Meinungen auseinander klaffen, und je unverständlicher sie sich gegenüberstehen, desto vehemmenter verlangen wir nach Erklärungen.Die Arbeit an den Traumatas, an den persönlichen oder gesellschaftlichen beginntzu unterschiedlichen Zeiten, manchmal nach 40, manchmal nach 60 Jahren und aus unterschiedlichen Anstößen.Danke an Herrn Weiner. Diese Forumsrunde zeigt ja, Ergoldsbach mit seinen bundesweiten Unterstützern ist voll dran ...
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 11:13 Uhr
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Übertrag Gästebuch 13.12.04 18:25 von: Christoph Hendrichs

Dass nicht einer hier Stellung zu dem Thema nehmen konnte, beweist das ein Desinteresse seitens der im Elternbeirat Sitzenden vorhanden ist. Zu einem Thema, das zu unserer aller Vergangenheit gehört.
Es wurde bislang auf keines der Argumente eingegangen und ich habe das Gefühl,dass wir nicht ernst genommen werden.Genauso wie Max Maurer! Wie kann man einen Menschen, der sich gegen ein gewaltiges,ungerechtes Regime als einer der Wenigen stellte,nicht ernst nehmen?
Und wenn es schon als unpassend gesehen wird, eine Grundschule nach einem der wenigen mutigen Helden dieser Zeit zu benennen, sollte man diesem doch wenigstens anderweitig nachhaltig Ehre zukommen lassen!
Von mir aus lasst eure Grundschule bei dem Namen Verbandsschule Ergoldsbach oder nennt sie Pippi-Langstrumpf-Grundschule!
Aber sorgt wenigstens dafür, dass der Name Max Maurers nicht so schnell aus den Köpfen der Menschen verschwindet! Sonst wird die Menschheit in Zukunft nie erfahren,dass es auch Menschen gab, die nicht ignorant waren und sich den Befehlen irgendwelcher Regime oder Elternbeirate unterwarfen!
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 11:18 Uhr
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Üertrag Gästebuch 02.01.05 21:15 von: Angelika Laumer

Liebe ErgoldsbacherInnen,

ich kann Ihre Entscheidung, die Grundschule nicht nach Max Maurer und Anna Gnadl zu benennen, absolut nicht verstehen. Während des Zweiten Weltkrieges und des Holocausts scheint es nur sehr wenige Menschen gegeben zu haben, die Zivilcourage und ein Minimum an Vernunft bewiesen, und auf diese Wenigen könnten wir Nachfahren wirklich stolz sein.
Die Begründungen wie "Es gab großen Druck" und "die grausame Geschichte" wäre "den jungen SchülerInnen nicht zumutbar", sind meinem Eindruck nach äußert fadenscheinig.
Ich kann mir durchaus vorstellen, SchülerInnen ab der 3./ 4. Jahrgangsstufe einfühlsam an die Bedeutung und Rolle Max Maurers und Anna Gnadls bei der Rettung dieser Menschen heranzuführen.
Mir scheint die Begründung, man könne Kindern im Grundschulalter diese Geschichte (noch) nicht zumuten, besonders heuchlerisch. Meiner Erinnerung nach war die Vorschul- und Grundschulpädagogik im Bayerischen Wald in den Achtziger Jahren nicht gerade von Einfühlsamkeit geprägt; so kannte ich beispielsweise im Alter von fünf Jahren den Kreuzweg Jesu Christi bereits en detail, inklusive der dabei angewandten Foltermethoden und „entsagte“ im Alter von acht Jahren bei der „Heiligen Kommunion“ bereits den „Verlockungen des Satans“; wobei mich „Satan“ zwar ängstigte, aber mir nicht begreiflich war, wer oder was das ist.
Ich hoffe sehr, dass diese Methoden, katholische Religionslehre zu unterrichten, der Vergangenheit angehören.
Ich teile also die Meinung des Elternbeirats, dass Grundschulunterricht auf die Altersgruppe zugeschnitten sein sollte. Allerdings halte ich einen offenen und ehrlichen Umgang mit der lokalen Geschichte für kindgerechter als ein vom Kindesalter an beständiges unter-den-Teppich-kehren.
Dabei bietet sich meiner Meinung nach das Verhalten Maurers/Gnadls für alle BewohnerInnen der Umgebung Ergoldsbach als ein konkreter Anstoß für eine angeregte und ehrliche Auseinandersetzung über die deutsche Geschichte im Allgemeinen und der Ergoldsbacher im Besonderen, an.
Es wäre ja auch denkbar, eine Straße nach Max Maurer und Anna Gnadl zu benennen und ihre Geschichte im Zusammenhang mit der John Weiners und den anderen Überlebenden als festen Bestandteil in den Hauptschulunterricht in Ergoldsbach aufzunehmen.
Im Zusammenhang mit dem Argument, es lastete zu „großer Druck“ auf dem Elternbeirat entsteht bei mir der Eindruck, dass manche ErgoldsbacherInnen kein Interesse daran haben, Maurer und Gnadl zu gedenken und ihre beispielhafte Zivilcourage im öffentlichen Gedächtnis zu erhalten. Warum?
Vielleicht würden jemand angesichts unbequemer Fragen von jungen ZeitgenossInnen in Erklärungsnot kommen und vielleicht müssten manche darüber nachdenken, ob Unrecht und Barbarei nicht auch durch Verdrängung und Abschieben der eigenen Verantwortung möglich werden.
Wie wäre es denn mit einer offiziellen Stellungnahme der Gemeinde Ergoldsbach, zum Beispiel auf ihrer Website?

Angelika Laumer, Studierende, Berlin
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 11:21 Uhr
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Übertrag Gästebuch 10.01.05 23:38 von: Bernd Zimmermann

Auch ich bin nach der Fernsehdoku "Morgen ist ein anderer Tag" innerlich aufgewühlt und möchte hier mein tief empfundenes Unverständnis zur ablehnenden Entscheidung über die Umbenennung der Schule zum Ausdruck bringen. Der Name einer Schule in Ergoldsbach ist hierbei noch unbedeutender als der berühmte Sack Reis in China. Es geht hier darum, wenigstens einen der unzähligen Namen anständiger, menschlicher Deutscher nicht in Vergessenheit geraten zu lassen - beispielhaft für viele andere unbekannte Helden. Ich hoffe, dass dieser bornierte Elternrat wenigstens nicht die Meinung Mehrheit der Bürger repräsentiert. Oder sind wir schon wieder so weit?
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Geschrieben am: Samstag, 03. Dezember 2005, 11:25 Uhr
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Übertrag Gästebuch 11.01.05 10:32 von: Ulrich Tangerding

Ich könnte es mir leicht machen: "Na ja, Niederbayern halt, was will man da erwarten?". Aber Max Maurer und die anderen Lebensretter waren halt auch Niederbayern. Im übrigen ist alles schon gesagt. Wenn all diese Argumente nicht ziehen ....
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